1. Familientreffen der Wanderslebens
vom 31.08. - 01.09.1996 in Wandersleben


Wandersleben

Protokoll

Über das Familientreffen der Träger des Namens Wandersleben aus aller Welt am 31.08.1996 – 01.09.1996 in Wandersleben/Thüringen
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Viel Geschichte war im Spiel als unsere amerikanischen Vettern mit Frau, Tochter und Sohn am 30. April 1996 aus Canada/Toronto bei uns in Deutschland um 6:55 Uhr auf dem Flughafen Fuhlsbüttel in Hamburg ankam.

Unser Familientreffen sollte in unserer Urheimat Thüringen im gleichnamigen Ort Wandersleben am nächsten Tag stattfinden.

So fuhren
- Werner W. mit Ellen, und den Kindern Wilma und Werner jr. ausLeRoy/USA
- Otto W. mit Frau Margrit und Tochter Kirsten aus Hamburg 
- Ursula (Otto´s Schwester) aus Hamburg
- Dagobert W. mit Liselotte aus Hamburg

in drei Fahrzeugen, nach einen Breakfast im Heim von Margrit und Otto, im Convoi – Werner hatte sich bei AVIS einen Leihwagen gemietet – in Richtung Thüringen. Wir kamen dort erst gegen 20:30 Uhr an, da auf der Autobahn wegen des Wochenendverkehrs teilweise nur Schritttempo gefahren werden konnte.

Nach der strapaziösen Anfahrt zum Comtel Hotel Wandersleben war die Überraschung groß, als wir schon einige Familienmitglieder vorfanden:

- Hans-Georg W. mit Tochter Heidemarie aus Berlin
- Wolfgang W. mit Frau Lydia aus Berlin
- Rainer W. mit Helen, Regina, Angelika und Dackel Biene aus Monheim 
- Hildegart mit Tochter Sabine Lustig, geb. W. und Schwiegersohn Norbert Lustig aus Hannover
-
Kirsten Braun, geb. W. mit Tochter Sabrina aus Offenburg 

Wir einigten uns, dass wir uns alle gleich duzen wollen und Otto schrieb uns weiße Aufkleber mit unseren Vornamen, die wir uns aufs Revers klebten.

Nach dem Abendessen folgten Gespräche mit unseren verwandten und wir gingen in froher Erwartung auf die Ereignisse des kommenden Tages auf unsere Zimmer.

 

Die Sonne lachte schon früh am Morgen des 01.09.1996 am Horizont. Gegen 9:00 Uhr trafen

 - Kurt W. mit Frau Erika aus Bad Lauterberg ein.

Nach dem reichhaltigen Frühstück versammelten wir uns um 11:00 Uhr in dem von Frau Scheffel liebevoll ausgerichteten Gastraum des Restaurants. Sie hatte die Tafel für uns wunderschön gedeckt und uns mit einem Begrüßungstrunk überrascht. Außerdem mit Informationsmaterial über Wandersleben und Umgebung.

Hier ist auch zu erwähnen, dass Frau Scheffel das Treffen bereits durch Pressemitteilung angekündigt hatte und schon seit einigen Tagen über Rundfunk Thüringen einen Aufruf senden ließ, damit sich weitere Träger des Namens Wandersleben melden mögen, dies aber leider ohne Erfolg.

Zunächst meldete sich die Presse zu Wort – Gothaer Wochenblatt und Thüringer Landeszeitung – und ließen sich über Einzelheiten der Familienchronik berichten. Dann wurde vor dem Hotel Gruppenfotos für die Zeitungsberichte aufgenommen.

Zu unserer großen Freude erschienen auch noch:

- Ursula mit Rolf aus Berlin
- Andreas W. aus Berlin. 

Dann begrüßte uns Herr Bürgermeister Honauer mit einem Glas Sekt. Er erzählte uns über die Gemeinde Wandersleben und schilderte auch deren derzeitige Situation.

Danach sprach Herr Pastor Kramer zu uns, brachte seine Freude über das Treffen zum Ausdruck und gab uns seinen Segen. Er ist für die Dreier-Gemeinde Apfelstädt-Mühlberg-Wandersleben zuständig.

Mit einigen netten Worten wurden wir herzlich von Vetter Dagobert begrüßt.

Als eitere Überraschung von Frau Scheffel trug Hertha Trott in Landestracht Gedichte in mundartlichen einheimischen Dialekt vor.

Anschließend gab es Mittagessen. Sodann wurden die lieben Briefe und Karten von unseren nicht anwesenden Namensvettern – auch aus Chile – verlesen.

Weitere Gespräche zum Kennenlernen wurden geführt. Akten wurden eingesehen, alte Unterlagen wurden ausgetauscht oder es wurde eine kurze Mittagsruhe gehalten.

Zu 15:00 Uhr  hatte Frau Scheffel für uns einen Kremser bestellt, mit dem wir durch Wandersleben zur Kirche fuhren. Dort informierte uns die Religionslehrerin Frau Geisler über die Geschichte der Kirche, die sehr schön restauriert worden ist. Wir besichtigten dann den benachbarten uralten Wohnturm, der durch eine Gruppe von jungen Studenten restauriert wird.

Um 17:00 Uhr kehrten wir durchgefroren ins Comtel zurück. Hier erwarteten uns eine wunderschön gedeckte Kaffeetafel. Es gab selbstgebackene Torte und Plattenkuchen vom fleißigen Personal des Hotels gebacken.

Jetzt kamen noch

- Silke W. aus Langenhagen  und
-
Marc W. aus Ronnenberg

die Kinder von Aribert W., der leider verhindert war.

Am Abend folgte ein Vortrag des Graphikers Baumgart über die vorgesehene Neuauflage und Erweiterung des Heimatbuches von Herrn Lehrer Heinze aus dem Jahre 1925.

Der thüringische Grillabend fand wegen Nieselregens im Restaurant statt. Es gab reichlich Fleisch, Wurst, Grillrippchen und Salat.

Wir saßen nach dem Abendessen bei einem Gläschen noch lange gemütlich beisammen und einige verabschiedeten sich schon, weil sie am nächsten Morgen früh abreisen mussten.

Das Treffen wurde von 30 Namensvettern besucht.

Das Wetter hätte etwas besser sein können. Zwischen den Sonnenstrahlen gab es hin und wieder Nieselregen, die Tagesdurchschnittstemperatur lag bei 20 C..

Der Sonntag blieb dem harten Kern. Wir besichtigten die Burgruine Wandersleben und die Veste Wachenburg sowie den Spring in Mühlberg. Der Abend klang mit einem fröhlichen Beisammensein mit Tanz und Gesang aus. Vetter Hans-Georg machte es uns allen mit seinen 89 Jahren vor.

 

Schlussbetrachtung:
Am Anfang war viel Arbeit. Da war viel zu tun. Alle erreichbaren Wandersleben wurden angeschrieben. Viele Briefe gingen hin und her, zuletzt die Einladungen.

Wir haben kein schöneres Ziel und keinen sehnlicheren Wunsch gehabt, als uns kennenzulernen. Dieser Wunsch ist nun Wirklichkeit geworden.

Allen verwandten wünschen wir alles Gute und vor allem dauerhafte Gesundheit. Wir hoffen auf eine Wiederholung unseres Treffens.

Gott erhalte uns einander noch viele schöne Jahre.

Laßt uns den begonnenen Kontakt aufrechterhalten, damit unsere Kinder und Kindeskinder weiter nachvollziehen können, auf welchem Ast des Stammbaums sie sitzen!

Hamburg, den 02. Oktober 1996

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